Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Tumulten gekommen, welche zwar nach dem Zuſammen— tritte der Kammer aufgehört, ſich jedoch in der letzten Zeit wieder erneuert hatten.

Wo ſich die Gräfin von Schönecck öffentlich zeigte, wurde ſie kalt, oft ſogar mit offener Verhöhnung empfangen, ſo daß ſie es vorzog, möglichſt zurückgezogen zu leben, und die Abſicht hatte, nach Eintritt der beſſern Jahreszeit ihren Sommer⸗Aufenthalt auf einem nahe bei Albernhauſen ge⸗ legenen fürſtlichen Schloſſe zu nehmen. Der Fürſt ſelbſt war durch alle dieſe Dinge faſt ſtets in übler Laune, die Verfaſſung und die ſich ſteigernde Macht der Kammer be⸗ trachtete er nach wie vor als einen Eingriff in ſeine fürſt⸗ lichen Rechte, als eine ihm abgedrungene Conceſſion, welche wieder zu beſeitigen ſein feſter, wenn auch noch nicht kund gegebener Entſchluß blieb.

Perſönlich fand er ſich gekränkt durch die an den Täg gelegte Mißachtung ſeiner Gemahlin, ſelbſt von Seiten ſeiner eigenen Mutter, welches Gefühl der Kränkung ſich faſtzumHaſſe ſteigerte gegen diejenigen, welche dieſe Nicht⸗ achtung ebenfalls unverhohlen zur Schau trugen. Leider war dies aber faſt das ganze Volk, und ſo ſtand denn Fürſt und Volk im ziemlich offenen Kampfe ſich gegenüber, jeder Theil von den ihm zu Gebote ſtehenden Waffen Gebrauch machend.

Daß Nettchen unter ſolchen Verhältniſſen einen ſchweren und keineswegs angenehmen Stand hatte, wird kaum der