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Sie blickte ihn fragend und erſtaunt an. Ich verſtehe Sie nicht, ſagte ſie, weßhalb ſollte ich nicht mit ihr um⸗ gehen?
Wenn Sie mir einiges Vertrauen ſchenken, ſprach er freier und wärmer weiter, ſo glauben Sie meinen Worten
— ſie iſt leichtſinnig und coquett— ich habe davon die
überzeugendſten Beweiſe. Sehen Sie, der Erbprinz for⸗ dert ſie ſchon wieder zu einer Ertra⸗Tour auf, nachdem er erſt den ganzen vorigen Tanz mit ihr getanzt hat.
Cäcilie blickte ſchweigend und verlegen vor ſich nieder. Auch ſie hatte im Hauſe ihrer Eltern bereits einige Aeuße⸗ rungen über Nettchens Beziehungen zu dem Prinzen ge⸗ hört, und auch ihre Mutter hatte ihr geſagt, ſie möge ihre Beſuche im Steinberg'ſchen Hauſe möglichſt beſchränken.
Dies fiel ihr jetzt wieder ein, und ſie ſchämte ſich in der Seele ihrer Freundin, daß auch Horſt in gleicher Weiſe von ihr ſprach.
Ich werde Ihren Wunſch gern erfüllen, ſagte ſie dann mit einem ſchüchternen Aufblicke ihrer Augen, er ſtimmt ohnedies mit demjenigen meiner Eltern überein.
Sie bereiten mir dadurch eine große Freude, erwiederte er, ſie innig und zugleich traurig anblickend; ich werde mit dieſem Bewußtſein weniger ſchweren Herzens von hier ſcheiden.
Scheiden? wiederholte ſie erblaſſend; wollen Sie fort? 3
Ja, mein Fräulein, ich muß fort. Meine Zeit iſt um


