neten Tänzer und fanden deßhalb allein meine im Allge⸗ meinen richtige Bemerkung für Sie verletzend.
Und war ſie ohne alle Beziehung auf mich?
Können Sie wirklich glauben, ich würde ſie dann ge— macht haben? erwiederte ſie mit einem zärtlichen Blicke; iſt es denn der Tänzer, der mir in Ihnen werth iſt? Ach, was haben Sie eine kleinliche, niedrige Meinung von mir!
Vergib mir, vergib mir, flüſterte er wieder ganz leiſe, du magſt daraus erſehen, wie ſehr ich dich liebe!
Nettchen war im Begriffe, zu antworten, als ihr Blick auf zwei funkelnde Augen fiel, die durchbohrend und mit dem Ausdrucke der höchſten Leidenſchaft auf ihr hafteten. Es durchzuckte ſie ein Gefühl, als ob ein zum Sprunge bereites Raubthier ſie anſtarre— und der Träger dieſer Augen ſtand dicht hinter ihr, er mußte die letzten zärtlichen Worte des Prinzen gehört haben. Eine
fahle Bläſſe bedeckte plötzlich ihr Geſicht und ihren Nacken,
ſie ſtützte ſich zitternd auf den Arm ihres Begleiters und bedurfte einiger Zeit, um ſich zu faſſen.
Tanzen wir, flüſterte ſie dann, wir ſind an der Reihe.
Dem Prinzen war die auffallende Erregung ſeiner Tänzerin nicht entgangen, er forſchte nach der Urſache und glaubte ſie in dem wilden Geſichts⸗Ausdrucke eines jungen Mannes zu erkennen, der dicht neben Nettchen ſtand und ſie unverwandt anſtarrte. Beider Blicke trafen ſich jetzt, 5


