Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Ferdinand, du möchteſt ſonſt leicht dieſe jugendlichen Thor⸗ heiten in langer Gefangenſchaft zu bereuen haben.

BGlaubſt du? bemerkte der Andere, indem er ſichtlich ernſter wurde; ich danke dir für deinen guten Rath, aber

du irrſt in deinen Vorausſetzungen. Unſere Beſtrebungen. ſind keineswegs ſo unbedeutend und erfolglos, wie du an⸗ nimmſt.

Um ſo ſchlimmer! Weßhalb um ſo ſchlimmer? fragte der Student leiden⸗ ſchaftlich; hältſt du es für ein Unglück, wenn dieſen er⸗ bärmlichen Zuſtänden in unſerm deutſchen Vaterlande ein Ende gemacht wird? Frage dich doch ſelbſt, was zum Beiſpiel wir Beide zu erwarten haben, die wir in dieſem Erbprinzen unſern künftigen, unumſchränkten Herrſcher verehren müſſen hältſt du eine ſolche Wirthſchaft für erträglich? Laß das nun, Ferdinand, unterbrach ihn Horſt, du überzeugſt mich doch einmal nicht. Ihr werdet das Uebel nur verſchlimmern, ſtatt es zu heben. Es iſt ein uralter, im deutſchen Charakter tief begründeter Schaden, den ihr heilen wollt; dazu gehören aber ganz beſondere Zeitereig niſſe, geſchichtliche Kriſen, und ſelbſt dann gehen diejenigen immer zu Grunde, welche zuerſt ins Feuer kommen. Und wenn ich zu Grunde gehe, ſo gehe ich einer großen, heiligen Sache, einer erhabenen Idee wegen zu Grunde! Iſt das nicht beſſer, nicht viel ſchöner, als ein ſo erbärm⸗