Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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verlaſſen könne. Sehr ungern hatte er, wie geſagt, den Auftrag, den Prinzen zu begleiten, angenommen, ſeine Einwendungen waren jedoch zurückgewieſen worden und er mußte abreiſen.

Der Gedanke, daß er einen wohlthätigen Einfluß auf das Herz und die weitere Ausbildung des künftigen Fürſten ausüben werde, entſchädigte ihn einigermaßen für die lange Trennung von ſeiner Frau. Leider mußte er bald erken⸗ nen, daß er ſich in dieſer Vorausſetzung vollkommen ge⸗ täuſcht habe; denn das Verhalten des Prinzen hatte durch⸗ aus nicht ſeinen Beifall, und ſeine Vorſtellungen und ſelbſt“ ſeine ſehr ernſtlichen Ermahnungen, an denen er es keines⸗ wegs fehlen ließ, übten nicht die mindeſte Wirkung auf ſei⸗ nen halsſtarrigen Zögling.

Als Leſſen die Wohnung des Prinzen verlaſſen hatte, klingelte dieſer einem Diener und ließ ſich anziehen, denn er pflegte die Vorträge des Profeſſors im Schlafrocke in Empfang zu nehmen.

Sie wollen ausgehen? fragte der Geheimerath, als der Prinz angekleidet war und der Diener ſich wieder ent⸗ fernt hatte.

Ja, erwiederte der Prinz; was ſoll ich länger hier, und es iſt ſchönes Wetter.

Wollen wir nicht lieber reiten, eben weil es ſo ſchönes

Wetter iſt? 13*