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prägen und ſie vor ihm zu warnen, da es bekannt gewor⸗ den, daß er bereits mehrfache, ſehr gewöhnliche Liaiſons gehabt hatte. Selbſt das Officier-Corps verkehrte nicht mehr mit ihm, als dies ſeines Standes wegen unabweis⸗ lich war, und nur Wenige, zu denen auch der Lieutenant Steinberg gehörte, ſahen über ſein Benehmen hinweg und in demſelben nichts weiter, als die noblen Paſſionen des höheren Standes.
Zu dieſen Wenigen zählte natürlich auch der größte Theil der an ſich gering in der Stadt vertretenen Ariſto⸗ kratie, bei welchen das Standes-Intereſſe, wie immer, jede andere Rückſicht in den Hintergrund ſtellte. Hier ließ ſich der Prinz jedoch wieder nur ſelten ſehen und lohnte dieſe Anhänglichkeit geradezu mit Undank, weil er ſich in dieſen Kreiſen, die er ja in der Heimath an dem Hofe ſeines Vaters in weit untadelhafterer Zuſammenſtellung genoſſen hatte, geradezu langweilte, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil er ſich dort nicht ſo gehen laſſen konnte, als er es wünſchte. Er betrachtete dieſes„Sichgehenlaſſen“ faſt als den Hauptzweck ſeines Aufenthaltes auf der Uni⸗ verſität und gab ſich Mühe, denſelben ſo vollſtändig als möglich zu erreichen. So war das Urtheil über ihn im Laufe der Zeit keineswegs ein günſtiges geworden, und ſelbſt die eigentlichen Pfahlbürger hatten die ihnen, ſo wie mehr oder weniger jedem Deutſchen angeborene und aner⸗ zogene Verehrung fürſtlicher Perſonlichkeiten hier vollſtändig


