Sweites Anpitel. Katharinn Soldan.
Es iſt Eine wie die Andre,
Und die Andre wie die Eine, Darum ich nun wieder wandre, Weine, mein Kind, ach weine!
Wir müſſen die geneigte Leſerin nun mit einer anderen Hauptperſon des Buches, mit einer der Heldinnen deſſelben, bekannt machen, und dieſe, dem gewohnten Gange ſolcher Erzählungen entgegen, ſogleich als Braut vorführen. Wir erblicken in einem ſehr einfach und etwas altmodiſch einge⸗ richteten Zimmer ein junges Mädchen, welches ſich damit beſchäftigt, verſchiedene koſtbare und reiche Gegenſtände des weiblichen Anzuges einer ſorgfältigen Beſichtigung zu un⸗ terziehen. Sie ſelbſt befand ſich noch im Morgenanzuge. Ein etwas kurzes, weißes Unterkleid ließ ihre kleinen Füße und zierlichen Knöchel ſichtbar werden, und das weite, bis über die Taille reichende, um dieſelbe nur loſe zuſammen⸗ gehaltene Jäckchen von gleichem Stoffe geſtattete zuweilen den Anblick eines Theiles ihrer ſchönen Arme und ihres


