Ach, dummes Zeug! das ſagen Sie nur, weil er ein Erbprinz iſt. Wenn es ein gewöhnlicher Menſch wäre, man würde ihn gar nicht beachten, aber ſo— natürlich, ſo muß man ganz etwas Apartes an ihm finden.
Wie ſollte er denn anders ſein? War er nicht zuvor⸗ kommend, artig, gerade als ob er zu uns gehörte? Kann man bei einer ſolchen erſten Bekanntſchaft mehr thun? Ich wüßte nichts an ihm auszuſetzen.
Ich ſetze auch gar nichts an ihm aus. Er kommt offenbar aus dem Zwange ſeines Hofes und möchte hier, wie es der Jugend eigen iſt, einmal recht aus Rand und Band gehen, ſo ſieht er mir wenigſtens aus— aber der Alte, das ſcheint mir ein geriebener Burſche! Der Kerl hat ja nicht ein einziges Mal gelacht, und alt kann man ihn eigentlich gar nicht einmal nennen, ich ſchätze ihn
So in Ihren Jahren, Herr Rittmeiſter— noch ganz jung, unterbrach ihn ein junger Lieutenant.
Seien Sie nicht anzüglich— älter werden wir Alle, Gott ſei Dank, darin beſteht wenigſtens kein Unterſchied, ſonſt gäbe es ſicher nur junge Fürſten, junge Grafen und auch nur junge Banquiers und wie das Zeug weiter heißt, was Geld hat— aber mich ſoll es wirklich wundern, ob ſie auf Ihre Hochzeit kommen werden, Herr Camerad, ich wette zehn Flaſchen Sekt gegen eine, daß es nicht ge⸗ ſchieht.


