daran erinnert werde, daß ich der Erbprinz von Albern⸗ hauſen bin. Jetzt bin ich der Studiosus Philosophiae et cameraliae Graf von Löwenburg— das dürfen Sie nie⸗ mals vergeſſen, wenn Sie mir nicht meinen hieſigen Aufent⸗ halt verkümmern wollen. Hören Sie, niemals vergeſſen! — Doch ich ſehe dort einige Ihrer Cameraden; es wäre mir angenehm, wenn Sie mich ihnen vorſtellten.
Der Lieutenant wurde durch dieſe plötzliche und uner⸗ wartete Aufforderung faſt beſtürzt, es blieb ihm jedoch keine weitere Zeit zum Nachdenken übrig, denn der Erbprinz war bereits aufgeſtänden und trat, von ſeinem Begleiter gefolgt, an den Tiſch der Officiere. Dieſe hatten ſich ſämmtlich erhoben und verneigten ſich ungewöhnlich tief, als der Lieutenant Steinberg ſie der Reihe nach vorſtellte.
Wollen Sie mich ſelbſt nun aber nicht auch präſen⸗
tiren, ſagte der Erbprinz, die Herren wiſſen ja noch gar
nicht..
Der Herr Graf von Löwenburg— der Herr Ge⸗ heimerath von Stuhm, bemerkte der Lieutenant, ſich aber⸗ mals tief verneigend.
Ich freue mich, Ihre Bekanntſchaft zu machen— wenn Sie es mir geſtatten, ſo nehme ich bei Ihnen Platz und wir plaudern ein wenig zuſammen. Kellner, noch einige Flaſchen Champagner— Sie erlauben, meine Herren!
Dem Erbprinzen von Albernhauſen konnte man keine


