Er iſt vorgeſtern angekommen und unter dem Namen eines Grafen von Löwenburg immatriculirt, berichtete der Ober⸗Lieutenant weiter; haben Sie geſtern Morgen nicht die alten Perrücken in ihrem Ornate bemerkt, ſie geben ſich ja die erdenklichſte Mühe, das wichtige Ereigniß, daß ein Erbprinz fortan hier ſtudiren werde, ſo publik als möglich zu machen, obgleich das Incognito eigentlich ſtreng ge⸗ wahrt werden ſoll.
Es iſt eine reine Narrheit, daß ſo ein Erbprinz ſich mit dem Studiren abgibt, bemerkte der Rittmeiſter; ſie haben ja in Albernhauſen auch ein paar Cavallerie-Regi⸗ menter, es iſt zwar kein ordentlicher Dienſt darin, etwas verloddert, wie ich neulich auf der Durchreiſe geſehen habe,
aber der junge Herr würde ſeine Zeit immer noch beſſer
anwenden, wenn er da Dienſt thäte, als ſich hier mit dem dummen Zeuge zu beſchäftigen. Und wenn er es blos auf unſere Stadt und die ſchöne Gegend abgeſehen hat, ſo
ſollte er ſich bei unſerem Regiment aggregiren laſſen, da
könnte er etwas Beſſeres lernen. Was ſtudirt er denn eigentlich für ein Fach? Er wird einige philoſophiſche und cameraliſtiſche Col⸗
legien hören, flüſterte der Ober⸗Lieutenant, das heißt, ſie
werden ihm privatissime geleſen und... Was? Wie werden ſie geleſen? Ganz allein und ausſchließlich für ihn... Nun, es iſt mir lieb, daß er ſich nicht mit den rohen
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