Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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dem er vorſichtig prüfend gekoſtet hatte, und ſeinen langen, etwas naß gewordenen Schnurrbart wieder in die richtige, halb ſtehende, halb hangende Lage brachte laſſen wir daher jetzt Ihren lahmen Cäſar, Herr Camerad, fuhr er fort, und trinken wir auf das Wohl Ihrer liebenswürdi⸗ gen und ſchönen Fräulein Braut, obgleich wir befürchten müſſen, daß dieſelbe Sie unſerem Kreiſe bald ganz ent⸗ fremden wird, da Sie, wie ich gehört habe, ſchon über⸗ morgen das Feſt Ihrer Vermählung feiern wollen.

Es lag wieder ein unverkennbarer Anflug von Spott in den Worten des Rittmeiſters, welchen jedoch weder die anderen anweſenden Officiere, noch derjenige, dem ſie gal⸗ ten, zu bemerken ſchienen.

Alle erhoben ihre Gläſer und ſtießen auf das Wohl der jungen, ſchönen und liebenswürdigen Braut des Ober⸗ Lieutenants an.

Ich danke Ihnen von Herzen, meine Herren, er⸗ wiederte dieſer nicht ohne eine ihm ſonſt nicht eigene Be⸗ fangenheit, und da Sie bereits erfahren haben, daß ich übermorgen mich verheirathen werde, ſo erlauben Sie mir wohl, Sie jetzt ſchon mündlich zu meiner Hochzeit einzu⸗ laden.

Angenommen! Angenommen! Sehr gern angenom⸗ men! war die gegenſeitige Erwiederung; wann und wo befehlen Sie?

Die Trauung wird um zwölf Uhr in der Kreuzkirche