Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 4. Theil (1865)
Entstehung
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Schweige, ſchweige— bat ſie, ihn zärtlich anſehend — ach, Sie glauben nicht, wie glücklich mich das macht — alſo, wir ziehen nach Wallfort, fuhr ſie wieder in der vorigen neckenden Weiſe fort, weßhalb wollen Sie daher erſt wieder die weite Reiſe nach Paris machen, wir könnten Ihnen ja entgegen kommen.

Entgegen kommen! rief er mit raſcher, freudiger Ver⸗ ſtändigung— entgegen kommen bis in die Fichtenau Und dort in der kleinen Dorfkirche oben auf dem Berge, in welcher Margot confirmirt worden iſt— dort, dort würde ſie für immer die Meine werden! O, ich vermag dieſen Gedanken noch gar nicht zu faſſen, er iſt zu ſchön, zu wundervoll— und Margot— wie glücklich wird ſie ſein!— Laſſen Sie mich Ihnen vor Allem danken.

Er ſchloß ſie und Raoul bei dieſen Worten ſtürmiſch in ſeine Arme, ohne daß er daran gehindert wurde.

Ungeſtümer Menſch, ſagte Hedwig dann, alſo Sie ſind damit einverſtanden?

Einverſtanden? Sie können noch fragen— aber jetzt muß ich zu ihr— ich muß ihr das mittheilen— ſie muß es wiſſen, muß es erfahren— denn ich beſitze nicht die Macht und die Fähigkeit, dieſes Glück auch nur einen Augenblick allein ohne ſie zu tragen!

Er eilte fort, und ſie ſahen ihm, ſelbſt von innerer, tiefer Bewegung ergriffen, eine Zeit lang ſchweigend nach.

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