Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 4. Theil (1865)
Entstehung
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Blicke Hedwig's ſah, mit dem ihm eigenen Wohlwollen und der Offenheit ſeines Charakters, denſelben wieder auszugleichen.

Ich kann Ihnen das nicht verdenken, Herr Kamerad, ſagte er freundlich, ſich an Raoul wendend; wenn ich ſo lange unter Ihrem ſiegreichen Kaiſer wkinpft hätte, ich würde eben ſo handeln. Hätte Napoleon in Rußland geſiegt und unſeren geliebten Zaren abgeſetzt, um uns einen anderen Kaiſer zu geben, ſelbſt wenn er irgend einen Anſpruch auf den Thron gehabt— ich hätte meinen Degen an den Ragel gehängt; denn wenn auch der Sol⸗ dat den Befehlen zu gehorchen hat, ſein Eid bleibt ſein Eid, und er muß demjenigen die Treue halten, dem er ſie geſchworen.

Es freut mich, daß Sie ſo denken, ſagte Ravul, dem Major die Hand reichend; ich habe meinem Kaiſer ge⸗ ſchworen und werde niemals einem Anderen, niemals ſeinen Feinden dienen!

Das iſt das Geſetz der Ehre, ſagte Walther, und es iſt Niemand unter uns, welcher anders dächte!

Hedwig ſah mit einem dankbaren Blicke zu Walther und dem Major hinüber, und Margot empfand zum erſten Male weniger Scheu vor dem Manne, welcher ſo offen, ſo anſpruchslos und ſo ehrenhaft ſprach.

Wir werden Paris bald verlaſſen, fuhr der Major

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