Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 4. Theil (1865)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

noch keinen entſchiedenen und offenen Bruch. Niemand zweifelte aber mehr, nachdem der denkwürdige Aufruf An mein Volk erſchienen und die Bildung der Frei⸗ willigen ausgeſprochen war. Zwar war darin nicht ge⸗ ſagt, gegen wen man ſich rüſten, gegen wen man kämpfen ſolle, aber es gab damals für Deutſchland und nament⸗ lich für das geknechtete Preußen nur Einen Feind, näm⸗ lich Frankreich, während die Ruſſen überall als Befreier mit Jubel empfangen wurden.

Der König befand ſich in Breslau, und während Alles, Jung und Alt, die Schulen, die Werkſtätten, die Kaufläden und die ländliche Bevölkerung begeiſtert zu den Fahnen eilten, wurde immer noch mit dem franzö⸗ ſiſchen Geſandten unterhandelt.

Es liegt nicht in der Abſicht, jene ſo oft beſchriebene Zeit zu ſchildern, wir haben derſelben vielmehr nur in weit Rechnung zu tragen, als die Perſonen unſerer ählung dadurch betheiligt werden, welches bei meh⸗ nderſelben eine nothwendige Folge iſt.

Wir finden Walther, den wir ſo lange unbeachtet gelaſſen, im angelegentlichen Geſpräche mit einem älteren uns unbekannten Manne. Beide ſitzen an einem mit

Papteren bedeckten Tiſche in Walther's Arbeitszimmer

und ſcheinen wichtige Dinge zu verhandeln.

Sie ſind nun von Allem hinlänglich unterrichtet,