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Nacht der Morgen kam und ſie erfuhr, daß Petrowitſch noch nicht zurück ſei, erhielt die Befürchtung, daß ihr Plan mißlingen könne, leicht die Oberhand über die mädchenhaften Bedenken, derentwegen ſie ſich jetzt ſelbſt verſpottete, als eine kindiſche und thörichte Schwäche. Der Tag verging, es wurde Abend, Petrowitſch kam nicht; ſie grübelte und quälte ſich ab, es war ihr nicht möglich, eine Urſache dieſer unverantwortlichen Zögerung zu ermit⸗ teln. Endlich, um acht Uhr— ſie war auf ihrem Zim⸗ geblieben und man hatte ſie, der getroffenen Verab⸗ redung gemäß, ungeſtört gelaſſen— fuhr ſein Schlitten in den Hof. In fieberhafter Haſt wurde Lucie abge⸗ ſchickt, kehrte aber ſogleich mit der Botſchaft zurück, daß Petrowitſch, ohne daß ſie ihn habe ſprechen können, zu dem Fürſten gegangen ſei. Geh' geh', ſagte ſie in haſtiger Eile, gib genau Acht, wenn er zurücktommt— er wird hoffentlich nicht lange pleiben— und dann führe ihn ſogleich zu mir— aber mit der größten Vorſicht!— In der aufregendſten Er⸗ wartung verging wieder faſt eine Stunde; ſie horchte auf jedes Geräuſch, ſie öffnete ſogar mehrmals leiſe die Thür, um auf den Corridor zu blicken— endlich trat er zu ihr ein. 8 War es nöthig, ſo lange zu bleiben? empfing ſie ihn— machte es ſo große Schwierigkeiten, meine Auf⸗


