Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 3. Theil (1865)
Entstehung
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meinem Befehle nachgekommen wären. Sie haben nichts, gar nichts zu beſorgen!

Der Herr Fürſt darf es ſelbſt nicht, er würde einen Landesverrath begehen— es iſt wirklich unmöglich, Herrin!

Ihre Unruhe ſteigerte ſich bei dieſen Worten des Be⸗ amten und ihre Augen ruhten einen Moment mit einem zornigen Ausdrucke auf ihm. Sie erkannte jedoch bald,

daß ſie nur mit ſeiner Hülfe ihren Zweck erreichen könne, und ſprach daher in demſelben freundlichen und gewinnen⸗ den Tone weiter.

Ich habe Sie bisher hochgeſchätzt, Petrowitſch, weil ich erkannt, daß Sie, wenn auch noch von den unwürdi⸗ gen Banden der Leibeigenſchaft gefeſſelt, doch in Ihren Kenntniſſen, Anſchauungen und Empfindungen zu den Gebildeten gehören, die in allen Ländern der Erde ſich ebenbürtig ſind. Soll ich heute an Ihnen irre werden? Wollen Sie mir in dieſem Falle Ihre Hülfe verweigern, wo ich derſelben nothwendig bedarf, und zu einem Zwecke, den Sie ſelbſt billigen und deſſen Erreichung Ihr eigener Wunſch ſein muß? Ich habe wirklich nicht geglaubt, daß ſo engherzige Erwägungen zur Richtſchnur Ihrer Hand⸗ lungen werden könnten, vielmehr angenommen, Sie wür⸗ den, über dieſe erbärmlichen Vorurtheile erhaben, ſelbſt gern und freudig auf meinen Plan eingehen! Sollte ich