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an jeden anderen Gegenſtand gethan haben würde. Und doch konnte ſie ſich von dieſem Blicke nicht abwenden, bis der Koſak zum Aufbruche trieb und dem Gefangenen be⸗ greiflich machte, er könne ſich an ſeinem Steigbügel feſt⸗ halten. Dieſer ſchüttelte verneinend mit dem Kopfe und ſchwankte weiter.
Sie fühlte ſich ſo ergriffen und erſchüttert, wie noch nie in ihrem Leben. Unwillkürlich ſchloß ſie ihre Augen, aber immer ſah ſie diejenigen des Gefangenen, ſeinen todmüden Blick, der ſo lange und mit einem ſo eigenthümlichen Ausdrucke an dem ihrigen gehaftet hatte. Ihre lebhafte Phantaſie malte ſich die Geſchichte ſeiner Leiden, dieſer maßloſen Leiden aus, ſie dachte an ſeine ihr er Heimath, daß er auch Eltern, Geſchwiſter und vielleicht eine Braut zurückgelaſſen, die jetzt voll Kummer und Schmerz ſeiner dächten.
Wenn du dieſen Einen wenigſtens retten könnteſt! Dieſer Gedanke fuhr plötzlich wie ein zündender Blitz durch ihre Seele. Nicht mit Worten, wozu er vielleicht nicht mehr befähigt oder zu ſtolz iſt, hat er mich darum gebeten, aber er hat ſeine ermattete Hand, Schutz ſuchend, auf meinen Schlitten geſtützt— ſoll ich ihm dieſen Schutz verſagen? Die wildeſten Völker nehmen ſich des Verfolg⸗ ten an, der ihre Gaſtfreundſchaft empfangen, und iſt er nicht mein Gaſt geweſen, wenn auch nur einen kurzen


