Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 3. Theil (1865)
Entstehung
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ich will Sie nicht daran hindern und fahre natürlich lie⸗ ber mit Ihnen, als mit einem Anderen.

Wann befehlen die gnädige Gräfin, zu fahren?

So bald als möglich; die Tage ſind bereits ſehr kurz geworden.

In zehn Minuten wird der Schlitten bereit ſein.

Als ſie nach kurzer Zeit in ihren Pelz gehüllt vor das Portal des Schloſſes trat, hielt der Schlitten bereits dort, ihrer harrend. Das Innere deſſelben war ganz mit Bärenfell ausgeſchlagen und eben ſolche mit einem rothen, ausgezackten Tuchrande verzierte Decke bildete die äußere Hülle. Bereitſtehende Diener legten außerdem einen Fußſack von ſibiriſchem Fuchs auf den Boden, in welchem ſie ihre zierlichen Füße barg; dann wurde die ſchwarze, zottige Decke rund herum feſt zugeknöpft, Petro⸗ witſch, ebenfalls in einen langen Pelzrock gehüllt, ſtellte ſich vorn auf ein am Schlitten befindliches Bret, man reichte ihm die Zügel der drei ungeduldig ſcharrenden, kohlſchwarzen Pferde, von denen das mittlere nach ruſſi⸗ ſcher Sitte in der Gabel ging, während die beiden Sei⸗ tenpferde nur galoppirten— er hielt ſie mit ſicherer Hand, und dann flog das leichte, elegante Fuhrwerk pfeilſchnell dahin. Sie athmete tief auf, als ſie ſo dem Vogel gleich über die glatte Fläche fortſtrich, und als das Schloß ſich nach und nach in dem Dufte des ſich neigenden Tages