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trag? fragte Hedwig mit tonloſer Stimme— und du ſelbſt biſt gekommen, ihn mir zu machen?
Ja, es handelt ſich um einen förmlichen Antrag, er⸗ wiederte entſchloſſen der Graf, und ich ſelbſt bin gekom⸗ men, ihn dir zu machen, nachdem ich Alles vorher reiflich und wohl überlegt habe. Was du dagegen anführen kannſt, weiß ich, und du haſt nicht erſt nöthig, es mir zu ſagen. Wenn du die Erwägungen deines Verſtandes un⸗ haltbaren Gefühlsregungen unterordnen willſt, wozu du leider ſtets nur zu geneigt biſt, weil du dies von deiner Mutter geerbt haſt, ſo kann ich dich daran nicht hindern, ſondern werde den ganzen ſchönen Plan, zu deſſen Ver⸗ wirklichung ich mich in meinen alten Tagen ſo vielen Be⸗ ſchwerden nur aus Liebe zu dir unterzogen habe, als ge⸗ ſcheitert anſehen und mit dieſem ſchmetzlichen Bewußtſein meine Augen ſchließen. Wirſt du aber wie ein verſtän⸗ diges Mädchen handeln, das nicht nur an die nächſte Gegenwart, ſondern auch an die Zukunft denkt, ſo wirſt du dir die Sache reiflich überlegen— nicht etwa jetzt gleich mit einer abſprechenden und verwerfenden Antwort bereit ſein— und bald einſehen, daß dein Vater nur dein Beſtes im Auge gehabt hat.— Der Fürſt iſt ein edler Mann, fuhr er nach einiger Zeit fort, während ſie ſchweigend und mit ihrer inneren Bewegung kämpfend, da geſeſſen hatte; er liebt dich wirklich und wahr— er


