Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 2. Theil (1865)
Entstehung
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gekämpft, aber unverſehrt geblieben war. In ihrer Be⸗ drängniß wandte ſie ſich mit einem Unterſtützungsgeſuche an den Miniſter, der jedoch nicht Zeit hatte, ſie zu ſpre⸗

chen, ſondern dergleichen Geſchäfte von einem Unter⸗ beamten beſorgen ließ. Dieſer verfuhr damit ſehr curſo⸗ riſch, da bei denſelben vorausſichtlich kein Gewinn zu machen war. Der Anblick und die Unterhaltung mit der jungen, klugen und verſtändigen Frau brachte ihn in die⸗ ſem Falle jedoch auf andere Gedanken, indem er ſich ſagte, daß doch vielleicht mit ihr ein Geſchäft zu machen ſei. Aus Staatsfonds können Sie nichts erhalten, be⸗ nerkte er kurz; die Kaſſen ſind erſchöpft, der Krieg hat unglaublich viel gekoſtet und es werden noch viele Millio⸗ nen nöthig ſein, um die Verluſte zu decken und die Armee wieder herzuſtellen Sie müſſen ſich auf andere Weiſe zu helfen ſuchen. Auf andere Weiſe? erwiederte die Witwe mit einem troſtloſen Aufſchlag ihrer thränenfeuchten Augen ach, Ew. Excellenz wiſſen nicht, wie unmöglich das für eine allein ſtehende Frau in der jetzigen Zeit iſt!

Ich weiß das wohl, Frau Oberſtin aber vielleicht könnte ich Ihnen dabei behülflich werden.

Ich würde Ihnen ewig dankbar ſein.

Leider kann dies nicht ohne Anwendung von Koſten geſchehen; würden Sie im Stande ſein, dieſe zu tragen?