und wenn er auch, wie alle Franzoſen, übertreibt und ausſchmückt, es hört ſich angenehm an.
Dir ſcheint das völlig gleichgültig zu ſein!
Was? Ob er ihr etwas vorlügt oder ihr die Wahr⸗ heit ſagt? Ich wüßte wirklich nicht, weßhalb ich mich darum bekümmern ſollte.
So gefällt dir die Gräfin nicht?
O, das habe ich nicht geſagt! Sie gefällt mir im Gegentheil ſehr gut. Ich finde ſie ſchön, ſchöner, als ich geglaubt habe, und dabei iſt ſie liebenswürdig, wenn auch vielleicht etwas ſtolz.
In dieſem Augenblicke trägt ſie dieſer Eigenſchaft wenig Rechnung, denn die Unterhaltung mit dem Fran⸗ zoſen ſcheint ſie ſehr zu feſſeln.
Ich finde das ſehr natürlich— aber ſieh' nur, wie ſie ihn jetzt eben anblickt, ſieh' den ſpöttiſchen Zug, der um ihren ſchönen Mund ſchwebt! Viel Terrain hat er bis jetzt nicht gewonnen— aber ſie hat wirklich einen wunderſchönen Mund!
Findeſt du das? fragte lächelnd die Oberſtin— die Augen ſind jedenfalls das Schönſte an ihr; ich habe noch nie ſo ſchöne, große, braune Augen geſehen
Nein, das Profil iſt das Schönſte— ſie iſt über⸗ haupt ſehr ſchön— man kann das Einzelne nicht heraus⸗ greifen.


