Sechszehntes Capitel.
Die Kronenleuchter in dem Speiſeſaale des Fürſten waren angezündet und die mit Silbergeſchirr überladene Tafel harrte der Gäſte. Dieſe befanden ſich in den Reben⸗ zimmern, nach welchen die Thüren noch geſchloſſen waren. Man wartete auf das Erſcheinen des Herzogs, und der Fürſt, hinſichtlich der Zeit zum Eſſen ziemlich pedantiſch, hatte ſchon mehrmals nach der Uhr geblickt.
Der Hauptmann war dagegen ſehr pünktlich gekommen und unterhielt ſich in ſeiner offenen und geſprächigen Weiſe angelegentlich mit dem Grafen und Hedwig, auf welche das natürliche Weſen des Offiziers keinen unangenehmen Eindruck zu machen ſchien.
Der Herr Franzoſe laſſen lange auf ſich warten, ſagte er lächelnd und in etwas leiſerem Tone; der Fürſt fängt an, ungeduldig zu werden, ein ſchlimmer Umſtand für den armen Koch; doch er kann ſich wenigſtens nicht be⸗ ſchweren, das Unheil wird ihm durch einen ſeiner Lands⸗ leute bereitet.


