Teil eines Werkes 
4. Theil (1864)
Entstehung
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Warum ſie nicht auch einen Brief an Sie beilegen wollte, weiß ich nicht recht; als ich dies ſo beiläufig erwähnte, wurde ſie ſichtlich verlegen und meinte, es würde ſich doch wohl nicht paſſen, daß ſie zuerſt an Sie ſchriebe.— Nun, ich bin deshalb um ſo weitläufiger geweſen und habe, glaube ich, in meinem Leben nicht einen ſo ausführlichen Brief geſchrieben; es geſchah aber in der Ueberzeugung, daß dieſe Nachrichten ebenfalls nicht ohne Werth für Sie ſein würden. So leben Sie denn für heute wohl, lieber Freund; antworten Sie mir nach der Fichtenau, denn über⸗ morgen reiſe ich ab. Mit aller Freundſchaft der Ihrige. „Wehring. P. S. Sie werden mich auslachen, daß ich wie die Frauen zu dieſem langen Brieſe noch ein post scriptum hinzufüge; es iſt aber dieſes Mal nöthig. Als ich am an⸗ deren Tage zu Margot kam, fragte ſie mich mit etwas un⸗ ſicherer Stimme, ob ich den Brief an Sie ſchon abgeſchickt habe; als ich dies verneinte und hinzufügte, ich hätte ihn in der Taſche und wolle ihn ſpäter ſelbſt auf die Poſt tra⸗ gen, ſagte ſie: So haben Sie ihn alſo ſchon zugemacht? „Zugemacht? erwiederte ich— allerdings, aber wenn Sie wünſchen, daß ich noch etwas hinzuſetze, ſo kann er ja wieder geöffnet werden. „Ich möchte doch ein kleines Briefchen an Herrn Rohneck mit einſchließen, bemerkte ſie, ohne mich bei dieſen Worten anzuſehen, wenn es noch ginge— ich denke mir,

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