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eben aus dem Garten, der junge Herr und das gnädige Fräulein, und als ich mich verbeugte, nickte er mir freund⸗ lich zu und ſprach dann lächelnd einige Worte zu dem gnä⸗ digen Fräulein, worauf dieſe auch lächelte.
So, ſagte der Herzog nach einiger Zeit— nun, es freut mich ſehr.— Geh' jetzt, ich will allein ſein.
Nachdem der Diener ſich entſernt hatte, nahm ſeine Miene, welche bis dahin ruhig geblieben war, einen finſte⸗ ren und leidenſchaftlichen Ausdruck an, und Gedanken und Erwägungen verſchiedener Art erfüllten ſeine Seele.
Wer hätte das für möglich halten können! ſprach er, in raſchen Schritten durch das Zimmer gehend, vor ſich hin; er hat auf der Todtenliſte geſtanden, die Exequien find für ihn gehalten worden, die Marquiſe hat alle Schat⸗ tirungen der Trauer in ihrem Anzuge zur Schau getragen — und nun iſt er doch nicht todt, ſondern friſch und ge⸗ ſund!— Man kann an nichts mehr mit Gewißheit glau⸗ ben, an nichts, ſelbſt an den Tod nicht!— Aber was hilft es— er iſt nun einmal nicht todt, ſondern lebt, und die Situation hat ſich ſehr weſentlich verändert, ſo ſehr, daß ich ernſtlich mit mir zu Rathe gehen muß, wie ich mich zu verhalten habe.— Es unterliegt wohl keinem Be⸗ denken, daß, wenn er nicht die Unſchicklichkeit begangen hätte, eine Zeit lang für todt zu gelten, ich die ganze Sache unterlaſſen haben würde. Die reiche Erbin iſt mit Einem Male verſchwunden und auf ein höchſt beſcheidenes der⸗
Gräfin und Marquiſe. V. 2


