Sechszehntes Capitel.
Die Wahl eines Gatten oder vielmehr die Annahme der Bewerbung eines Mannes iſt für das Weib unzweifel⸗ haft der wichtigſte Schritt ihres ganzen Lebens. An die Stelle deſſen, was ſie bisher beſeſſen, was ihr lieb und werth geworden, woran ſich die Erinnerungen ihrer Kind⸗ heit knüpfen, tritt ein Anderes, ganz Fremdes: ein Mann, den ſie bis dahin vielleicht nie geſehen und gar nicht ge⸗ kannt hat. Er allein ſoll und muß ihr nicht nur dies Alles erſetzen, er muß ihr weit mehr ſein, ihr Einziges und Alles, dem ſie ſich mit Seele und Leib zu eigen gibt. Das Weib ſoll Vater und Mutter verlaſſen und dem
Manne folgen, ſagt ſchon die Bibel— aber es bleibt den⸗
noch immer ein räthſelhafter und eigenthümlicher Zug in der Natur d Wei, daß es ſo iſt. Hauptſächlich darin liegt die Unterordnung der weiblichen Natur unter die des vn begehrt, und ſie entſpricht ſeinem Begehren,


