Teil eines Werkes 
3. Theil (1864)
Entstehung
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Herzogs werden!— Ich bin bereit, Euch zu gehorchen, Euren Willen zu erfüllen, keinen Mann zu heirathen, der Euch nicht als mein künftiger Gatte genehm iſt— ach, ich will ja überhaupt niemals heirathen— aber Ihr könnt mich nicht zu einer Verbindung zwingen, die ich— die ich verabſcheue— das geht über den Bereich des kindlichen Gehorſams!—

Die Marquiſe blickte ihre Tochter, deren Geſicht von der Gluth der inneren Erregung gegen ihren Willen ſich geröthet hatte, und die jetzt mit niedergeſchlagenen Augen raſch athmend vor ihr ſaß, längere Zeit ſchweigend an; ihr kaltes, ſtrenges Auge lag auf den jugendlich erregten Zü⸗ gen, in dem Beſtreben, daraus die Gedanken ihrer Seele zu leſen. Dann ſagte ſie mit ruhiger Stimme:

Du drückſt Dich ſehr beſtimmt aus, mein Kind— ich geſtehe, daß ich eine ſolche Renitenz von Dir nicht er⸗ wartet hätte. Ich will dieſe unüberlegten Worte Dir je⸗ doch zu Gute halten, weil die Neuheit der Situation Dich überraſcht und die Zeit Dir gefehlt hat, reiflich darüber nachzudenken. Thue das, und zwar ernſtlich und ohne al⸗ ten und längſt beſeitigten Ideen Raum zu geben. Mache es Dir klar, daß Du entweder nachgeben oder mit Deinen Eltern in einen unlöslichen Conflict gerathen mußt. Be⸗ denke wohl, wohin Dich das führen würde, und daß eine Zeit, eine ſehr nahe liegende Zeit kommen kann, wo Du einen Schritt zu bereuen hätteſt, zu dem Dich jetzt ein un⸗

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