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nicht, und werde es heute Abend doch endlich erfahren,
denn daß er wieder ausbleiben, wieder nicht kommen ſollte,
das halte ich nicht für möglich.
In dieſer Annahme hatte ſie auch nicht geirrt, er kam vielmehr weit früher, als ſonſt. Sie ſaß noch im Garten, in derſelben Buchenlaube, in welcher ſie die kurze Unterre⸗ dung mit Ravul gehabt, und beſchäftigte ſich mit einer Handarbeit, die ſie Walther zu ſeinem Geburtstage ſchen⸗ ken wollte, der, wie ſie wußte, in einigen Wochen war, als er zu ihr in die Laube trat. Es geſchah dies ſo plötzlich und unerwartet, daß ſie mit einem leiſen Aufſchrei aus ihren Gedanken emporfuhr.
Erſchreckt Sie meine Gegenwart? fragte er mit ei⸗ nem melancholiſchen Lächeln. Soll ich vielleicht wieder gehen? Ach, wie können Sie ſo etwas glauben, erwiederte ſie, ihn mit einem Blicke anſehend, in welchem die alte, innige Freundlichkeit mehr der je ausgeſprochen war, wie fönnen Sie ſo etwas glauben! Ich freue mich ſehr, daß Sie endlich kommen, denn ich habe Sie ja ſchon ſo lange vergebens erwartet.
Sie haben mich erwartet?
Nun, können Sie daran zweifeln? erwiederte ſie ug⸗ befangen. Sind Sie geſtern nicht den ganzen Abend aus⸗ geblieben? Geſtern, wo ich Ihnen die Arie aus dem Fi⸗ garo vorſingen wollte, die Sie mir aufgegeben und die ich


