Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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dem du ſieggekrönt aus dem heiligen Kampfe zurückkehrſt o, mein Rudolf!... Sie hielten ſich lange, von den ſeligſten Gefühlen bewegt, umfangen.

Ja, du haſt Recht, mein ſüßes, herziges, hochherziges Aennchen, ſagte er dann, voll freudiger Begeiſterung in ihre glänzenden Augen ſehend es iſt viel, viel ſchöner ſo. Viel ſchöner, als wenn ich mit all der quälenden Ungewißheit hinausgezogen wäre; ja, das wußte ich längſt, daß es für mich viel ſchöner ſein würde aber für dich?

Ich würde anders ſehr, ſehr unglücklich gewe⸗ ſen ſein!

Es verflog ihnen im Austauſch ihrer Gefühle noch eine ſelige Stunde, dann kam der alte Baumann. Er hörte, was Erbach ihm mittheilte, während Aennchen verſchämt und ſchweigend daſtand.

Ich habe immer gefürchtet, daß es ſo kommen würde, ſagte er dann; möge Gott Alles zum Beſten lenken!

Er wird es gewiß, theuerſter Vater, flüſterte ſie, ihn umſchlingend.

Erbach verlängerte ſeinen Aufenthalt noch um meh⸗ rere Tage, und ſie genoſſen in ihrer Liebe jenes Glück, für deſſen ſüße Schmerzen man ihnen vergeblich alle Schätze der Erde hätte bieten können.

Dann rief ſeine Braut das Vaterland, und er ſchied. Sie waren Beide ſtark und gefaßt.

Sorge für mein Aennchen, war ſein letztes Wort an