Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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wieder zuſehen wird, wenn Oeſterreich ſeinen letzten Ent⸗ ſcheidungskampf kämpft. Was hätten wir auch von einem Miniſterium Altenſtein und Dohna zu erwarten? Schön wird entfernt, Scharnhoſt, dem wir ſo Vieles verdanken, iſt in Ungnade gefallen; Gneiſenau und Groll⸗ mann haben ihren Abſchied genommen und unſer Heer verlaſſen. Merkel, unſeren Merkel, hat man ebenfalls in Königsberg nicht gebrauchen können, oder er hat ſich vielmehr dort nicht gebrauchen laſſen wollen, um an der Befeſtigung der Schmach unſeres Vaterlandes mitzuwir⸗ ken; er iſt geſtern zurückgekehrt und wird ebenfalls den Dienſt quittiren! Die petersburger Reiſe hat leider Alles verdorben. Der ſchöne, ritterliche Alexander, der ſchon im Tilſiter Frieden die beſchworene Freundſchaft ſo über⸗ raſchend bewährt hat und jetzt der Anbeter und gehor⸗ ſame Diener des großen Kaiſers geworden iſt, hat uns auch jetzt wieder ſeine Freundſchaft dadurch bewieſen, daß er unſeren König ganz von ruſſiſchem Einfluß abhängig gemacht. Man hat ſich glänzende Feſte und koſtbare Geſchenke gegeben und ſich auch vortrefflich amüſirt. Wir haben Nichts mehr zu erwarten von oben! Man hat keinen Glauben an das Volk; man hält es für unmög⸗ lich, daß wir entſchloſſen ſein könnten, Alles, was wir beſitzen, Gut und Blut an die Sache der Freiheit zu wagen! Aber die Ereigniſſe werden ſtärker, werden mächtiger ſein, als die engherzigen Anſchauungen dieſer Schwächlinge! Unſere Hoffnungen ruhen in uns ſelbſt.