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für unvermeidlich hielt, Preußen werde in dem bevor⸗ ſtehenden großen Kampfe mit Oeſterreich feſt und auf Tod und Leben verbunden zuſammenſtehen. Da man aber in den leitenden Regionen andere Anſichten hatte, ſo fingen dieſe lauten patriotiſchen Demonſtrationen an, mißliebig zu werden, und wurden ſogar von einer Par⸗ tei, welche durch Stein's Entlaſſung neues Leben gewon⸗ nen hatte, für revolutionär und geradezu hochverräthe⸗ riſch erklärt. Man hatte daher die Selling'ſche Bude erſt überwacht und ſchließlich alle Zuſammenkünfte darin verboten. Der Verhaftsbefehl gegen den Miniſter von Stein war, nachdem man ihn ſelbſt in Sicherheit wußte, auch von dem preußiſchen Gouvernement auf fortgeſetztes Drängen des franzöſiſchen Geſandten endlich erlaſſen worden, in Folge deſſen franzöſiſche Gensd'armen von Glogau aus in Breslau erſchienen, um dem flüchtigen Miniſter nachzuſpüren. Dadurch hatte ſich die Aufre⸗ gung auf's Neue geſteigert, die Parteien ſich mehr kon⸗ ſolidirt und ſchärfer gegeneinander geſtellt. Die patrio⸗ tiſche, wozu der größere und intelligentere Theil der Be⸗ völkerung und auch der Beamten gehörte, verſammelte ſich an verſchiedenen Orten, ohne daß die Behörden, welche ſelbſt in ſich getheilt und deshalb unentſchloſſen waren, es unternahmen, dieſe Verſammlungen geradezu zu unterdrucken. Man begnügte ſich mit einer Ueber⸗ wachung und folgte, indem man halbe und unzuläng⸗


