herr, durch dieſes Lachen aufs Neue etbittert; hört Nie⸗ mand? Peitſcht ihn hinaus!
Es iſt Niemand hier, die Befehle des Herrn Barons auszuführen, höhnte der Rentier, indem er ſeinen Weg langſam fortſetzte. Es iſt recht ſchade, Herr Baron, aber die Zeiten haben ſich geändert! Wenn Sie mich im künftigen Frühjahr hier beſuchen wollen, wird mir eine Ehre ſein!
Der Freiherr hatte in ſeinem Zorne ganz vergeſſen, daß ſich auf dem Hofe Niemand mehr befand, der ſeine Befehle hätte ausführen können; ſein Auge überſah mit dem Ausdrucke tiefen, inneren Grimmes die leeren und halbzerſtörten Gebäude. Da fiel ſein Blick auf den alten Hund, den das Geſchrei herbeigelockt hatte, und ein leiſer Zug von Humor vermiſchte ſich mit den Zeichnungen des Zornes auf ſeinem Geſichte.— Nero! rief er, alter Nero! du biſt jetzt der einzige Repräſentant meines gan⸗ zen Geſindes, jage mir dieſen infamen Juden zum Hofe hinaus! Faß, Nero! ſo recht, faß! wiederholte er mit höhniſchem Gelächter, als der Hund ſich mit voller Wuth aufden raſch fliehenden Mann ſtürzte und ihn gerade noch zeitig genug, beim eiligen Hineinſpringen in den Wagen, erreichte, um ihn am Beine zu ergreifen und ein großes Stück ſeiner Hoſe zu erwiſchen. Als darauf der Wagen im vollſten Galopp aus dem Hofe wegjagte, verfolgte der Hund denſelben noch eine Zeit lang mit wüthendem Gebell und kehrte dann freundlich wedelnd zu ſeinem Herrn zurück


