dem verlaſſenen Aufenthalte einer wilden und rohen Sol⸗ dateska. Die nach Schönberg detachirt geweſenen beiden Kompagnieen baieriſcher Infanterie hatten dieſen Ort erſt vor wenigen Tagen verlaſſen und während ihres faſt halbjährigen Aufenthaltes ganz mit jener zügelloſen und abſichtsvollen Zerſtörungswuth daſelbſt gehauſt, welche leider die deutſchen Truppen des damaligen franzöſiſchen Heeres vorzugsweiſe kennzeichnete und für immer als ein dunkler Flecken in der Geſchichte ihrer Kriegsthaten auf ihnen haften wird.
Der Freiherr ging mit langſamen Schritten ſchwei⸗ gend in ſeinem Wohnzimmer auf und ab, während der Inſpektor, ebenfalls ſtumm, an der Thür ſtand und der Weiſungen ſeines Herrn harrte. Wir müſſen durchaus noch einiges Land mit Roggen beſtellen, ſagte endlich der Freiherr, und ſollten wir ihn auch nur in die Brache ſäen und mit Menſchen untereggen laſſen. Bis zum Frühjahr werde ich Mittel ſchaffen, und wir können es dann mit der Sommerung nachholen. Wird das mög⸗ lich ſein?
Die Schüttböden ſind gänzlich leer, erwiederte der In⸗ ſpektor mit einem tiefen Seufzer; wir haben nicht ein Korn zur Saat— kein einziges Geſpann— kein Vieh, kein Futter. Menſchen würden ſich finden, wir könnten viel⸗ leicht mit ihnen ſogar pflügen, obgleich es ſchon ſehr ſpät im Jahre iſt— aber es fehlt vor Allem das Saatgetreide.
Hier, ſagte der Freiherr, indem er ſeinen Sekretär


