Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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reichte, deſſen Fluthen der Abglanz der Abendröthe ver⸗ goldete, erfreute man ſich des ſchönen Anblicks der Stadt, deren Thürme ſich dunkel und ſcharf auf dem Goldgrunde des nördlichen Himmels abzeichneten. Nur die zerſtör ten und in chaotiſchen Trümmern liegenden Wälle, welche den Vordergrund des Bildes ausmachten, ſtörten deſſen Harmonie und erinnerten an den Ernſt und die Trüb⸗ ſale der Zeit.

Venner begleitete den alten Baumann nach Hauſe, denn er fühlte das Bedürfniß, durch eine erhöhte Rück⸗ ſichtnahme den Mangel an Theilnahme wieder gut zu machen, deſſen er ſich im Stillen gegen ihn beſchuldigte.

Zwei Tage darauf, am 16. Juli, verließ Jeröme mit einem großen Gefolge Breslau, um ſich, wie geſagt, vor⸗ läufig nach Dresden zu begeben, wo er mit ſeinem Bru⸗ der, dem Kaiſer, zuſammenkommen ſollte. Am Tage vorher hatte er zum letzten Male über die hauptſächlich aus baieriſchen Truppen beſtehende Garniſon Revue ge⸗ halten und bei dieſer Gelegenheit dem raſch geebneten Platze auf dem ehemaligen Glacis, wo das Denkmal Tauenzien's ſteht, ſeinen Namen gegeben. Im Laufe der Zeit hat die Stadt ihre Straßen weit über dieſen Platz hinaus vorgeſchoben und ihn ſelbſt mit ſchönen Gebäu⸗ den eingerahmt, der Name iſt jedoch unverändert ge⸗ blieben.

Es war gegen Abend, als die Wagen des Prinzen und ſeines Gefolges durch die zahlreich verſammelten