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Vereine mit Rußland— ſiegen, obgleich ich das Letztere
kaum für wahrſcheinlich halte.
Das Haus, worin deine Mutter wohnt, die, wie du vielleicht ſchon erfahren, geſund iſt, liegt voll franzöſiſcher Einquartierung, von welcher überhaupt faſt kein Haus
Breslau's verſchont iſt; in ihrer Wohnung kannſt du
deine Mutter nicht ſpochen, aber es wird ſich ein Mit⸗ tel finden laſſen, dies an einem anderen Orte zu bewerk⸗ ſtelligen. Wenn du deinen Wunſch erreicht haſt, Rudolf, dann wirſt du Zeit haben, zu überlegen, ob du den ge⸗ fahrvollen Marſch mitten durch die feindliche Armee aus⸗ führen willſt— der Erfolg iſt jedenfalls nach aller Wahrſcheinlichkeit mehr als ungewiß— oder ob du es nicht vorziehſt, die nahe bevorſtehenden Ereigniſſe abzu⸗ warten.
Sprich nicht davon, kein Wort! Glaubſt du, ich hätte mich all den Gefahren unterzogen, um hier müßig ab⸗ zuwarten, bis man den letzten Span von dem Baum unſeres Königreiches heruntergehauen? Nein, Ulrich, ſoll Preußen untergehen, ſo mag ich wenigſtens dieſen Unter⸗ gang nicht mehr ſehen, ich bin Offizier und ſterbe in neinem Beruf! Rede mir nichts von Abwarten! fuhr er leidenſchaftlicher fort, wenn ich hätte abwarten wollen, durfte ich nur mein Ehrenwort geben, in die⸗ ſem Kriege nicht gegen Frankreich zu fechten, und ich hätte in Ruhe und im Empfang meines Soldes au


