Teil eines Werkes 
5. Band (1860)
Entstehung
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verrieth, daß ihre Vorfahren ſchwarz geweſen waren und deutete den Grund an, warum ſie zu den ver⸗ käuflichen Artikeln dieſes Landes gehöre. Aber nur ihr eigener Wille machte ſie zur Selavin, denn Far⸗ land hatte ihr oftmals die Freiheit angeboten, die ſie unwiderruflich von ſich gewieſen und ihn angefleht hatte, ſeine Selavin bleiben zu dürfen. Schon ſeit mehreren Jahren ſtand ſie ſeinem Haushalt vor und hatte ſich in dieſer Zeit eine Bildung angeeignet, die ſie mit mancher weißen Dame auf gleiche Stufe ſtellte. Dennoch war ſie Dienerin und wollte es bleiben, ja ſie fühlte ſich unglücklich, wenn ihr Herr Arbeiten, die ſie bisher beſorgt hatte, Andern übertrug, um ihr den Dienſt zu erleichtern.

Kaum war Farland in das Zimmer eingetreten, als

Neone den Schlafrock für ihn in den Schaukelſtuhl legte, der vor dem Kaminfeuer ſtand, und ein Paar leichte rothe Saffianſchuhe vor demſelben niederſetzte. Während ihr Herr es ſich bequem machte und dann in dem Stuhl Platz nahm, ſchob die Selavin das Feuer zurecht, legte noch einige Stücke Holz dar⸗ auf und fragte Farland, ob er ſonſt noch Etwas be⸗ fehle. Da dieſes nicht der Fall war, wünſchte ſie ihm eine gute Nachtruhe, küßte in gewohnter Weiſe ſeine Hand, klopfte ſeinem alten großen Hunde, der vor dem Kaminfeuer lag, den Kopf und glitt leiſe aus

dem Zimmer. Ralph Norwood. V. 2