274
wurde den Damen in verſchiedenen Zimmern geboten und Madame Tresecott nebſt ihren Tbchtern thaten Alles, Berenicen und ihrer Mutter dabei behülflich zu ſein, um denſelben ihren Dank für deren Kommen bei ſo ſtürmiſchem Wetter zu erkennen zu geben.
Bald füllte ſich der Tanzſaal, die Violine eines Negers erklang und die Tänzer und Tänzerinnen hör⸗ ten in ihrer Heiterkeit nicht mehr den heftigen Wind, der durch die geſchloſſenen Jalvuſien der Fenſter pfiff.
Es wurde bald ſo warm in den Zimmern, daß man die Kaminfeuer auslöſchen und die Thüren öffnen mußte, denn manche der Tänzerinnen ſah man die brennende Wange gegen die kalte Scheibe eines Fen⸗ ſters lehnen, um ſich zu kühlen.
Berenice war der Brennpunkt, um den ſich Alles bewegte. Die Abneigung, mit der ſie hierher geritten war, hatte ſie kein Vergnügen erwarten laſſen, wes⸗ halb ihre Heiterkeit ſich um ſo höher ſteigerte, als ſie viele liebe Freundinnen um ſich verſammelt fand, und Jedermann ſeine Freude darüber äußerte, daß ſie ſich durch das Wetter nicht hatte abhalten laſſen, den Ball mit ihrer Gegenwart zu krönen. Obgleich ihre Toilette auch in Folge der Nothwendigkeit ſehr einfach war, ſo überſtrahlte ſie doch alle ihre vielen hier verſam⸗ melten ſchönen Schweſtern, und mit einer wahren Seligkeit hing der Blick Eloiſens an dem zauberiſch ſchönen Kinde, auf deſſen Wangen ein glühendes In⸗


