266
ihrer Nähe zu laſſen, für des Kindes Wohl hatte ſie jedoch gern dieſes Opfer gebracht und war nun ſeit einem halben Jahre durch die Rückkehr Berenicens beglückt, deren Ausbildung vollendet genannt werden durfte.
In Ralph's Hauſe waren zwei Parteien erſtanden, die ſich daheim von einander abgeſchloſſen hielten, wenn ſie auch vor der Welt vereinigt und in freund⸗ lichem Vernehmen erſchienen. Ralph ſelbſt mit ſeinem Sohne Tom und deſſen Frau Arabella ſtanden auf der einen, und Elviſe mit ihrer Tochter und der treuen Selavin Eva auf der andern Seite.
Es war unter ihnen nicht erörtert worden, warum man ſich mied, man kam zum Mittagstiſch und Abends in dem Salon zuſammen, man unterhielt ſich, freilich nur, um Etwas zu reden, und wahrte die Formen der Höflichkeit, doch fühlte ein Jedes der beiden Par⸗ teien die Kluft, die zwiſchen ihnen lag.
Die Urſachen dieſer Abneigung waren ſehr ver⸗ ſchieden. Die von Ralph und Elviſen iſt uns bereits zur Genüge bekannt, in Tom war ſie eine andere. Er war durch Ralph von früher Jugend an gegen ſeine Mutter eingenommen worden und die wärmere Liebe derſelben, die ſie gegen Berenicen an den Tag legte, hatte die eingeſogenen Vorurtheile gegen ſie bei ihrem Sohne noch geſteigert. In ſeiner Schweſter erblickte er aber die Erbin der Hälfte von ſeines
—— —


