Capitel 329.
Bosheit.— Die Rüge.— Rache.— Der erſte April— Todesnachricht— Die
Liebenden.— Spaziergang im Walde.— Die Zither.— Die Mondſchein⸗ nacht.— Der Lauſcher.— Falſchheit.— Die Paſſagiere.— Die Unter⸗ haltung.— Das Kriegsgeſchrei.— Der Ausfall.— Im Kahn.— Er⸗
ſchöpfung.— Der treue Freund.— Mitleid.— Geheimer Gram.
Moch ein anderer Störer von Elviſens Zufrieden⸗ heit war Soublett, der regelmäßig mit der vom Nor⸗ den oder vom Süden kommenden Poſt in ihrem Hauſe einkehrte und übernachtete. Er war ihr von jeher im Grund ihres Herzens verhaßt geweſen und ſeine Ge⸗ genwart hatte ſie ſtets mit Widerwillen und Abſcheu erfüllt; ſeit der Zeit aber, daß Montelard bei ihr an der Wirthstafel ſpeiſ'te, ſteigerte ſich dieſe Abneigung gegen Soublett jedesmal, wenn er ihr Haus betrat. Es war ihr nicht entgangen, daß Dieſer bei Tiſch liſtige verhöhnende Blicke bald auf ſie, bald auf Mont⸗ elard warf und oft erlaubte er ſich auch leiſe Anſpie⸗ lungen, die wie Dolchſtiche in Elviſens Herz nieder⸗ fielen. Auch Montelard hatte den böſen Sinn erkannt, der in Soublett lebte, und oft hatte ſein ernſter ge⸗ bietender Blick einen Scherz, eine Andeutung auf deſſen Zunge erſtickt, wogegen dann des Kutſchers boshafte Augen um ſo lebendiger von ihm zu Elviſen wanderten.
Ralph Norwood. 1v.


