Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

283

Creditloſigkeit, indem ſie bis jetzt bei den Kaufleuten in der Umgegend alle Bedürfniſſe für die Wirthſchaft auf Rechnung erhalten hatte, und dieſelben ſich nun weigerten, ihr ferner Waaren ohne baare Zahlung zu⸗ kommen zu laſſen. Auch die Pflanzer in der Nachbar⸗ ſchaft wollten ihr kein Schlachtvieh mehr liefern, bis das bereits erhaltene bezahlt ſei, und Ralph hatte vor ſeiner Abreiſe alles ſchlachtbare Vieh aus ſeinen Heerden verkauft. Von den durch die Reiſenden eingehenden Geldern zahlte Elviſe hier und dort kleine Beträge, um klagbar gewordene Gläubiger zu be⸗ ſchwichtigen und Exeecutionen zu vermeiden, und behielt nur ſo viel davon zurück, um die nothwendigſten Be⸗ dürfniſſe für den Haushalt in kleinen Quantitäten gegen baar zu kaufen.

Dem ſcharfen Blick Montelards entging die miß⸗ liche Lage Elviſens nicht, denn ſchon einige Male hatte es beim Kaffee und Thee an Zucker gefehlt, friſches Fleiſch hatte bei den Mahlzeiten gemangelt und René hatte ihm gemeldet, daß keine Maisblätter zum Futtern des Pferdes vorhanden ſeien. Auch hatte er zu verſchiedenen Malen den Conſtabel in ernſtem Ge⸗ ſpräch mit Eloiſen geſehen und nachher bemerkt, daß ſie geweint hatte.

Eines Abends, als alle Fremden abgereiſt waren, ſchlug Montelard Eloiſen vor, einen Spaziergang zu machen, wozu ſie ſich gern bereit fand und mit ihm