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Ich bitte einzutreten, erwiederte Wehring, indem er
die Fremden in das Zimmer führte.
Der Angekommene war ein Mann in der Mitte der Vierzig mit einem ſchlauen, intelligenten, franzöſiſchen Ge⸗ ſichte. Daß er dieſer Nation angehöre, bekundete außerdem der Dialekt, mit welchem er das Deutſche ſprach.
Ich komme im Auftrage des Herrn Marquis und der Frau Marquiſe de Beaumont, ſagte der Fremde, nachdem man ſich geſetzt hatte, und werde Ihnen ſpäter meine Voll⸗ macht und die übrigen nöthigen Papiere überreichen.
Des Herrn Marquis de Beaumont? fragte Wehring
verwundert— ich habe bisher nicht die Ehre gehabt, in
Geſchäftsverbindungen mit dem Herrn Marquis zu ſtehen.
Das wäre auch kaum möglich geweſen, lächelte der Andere; der Herr Marquis, Kammerherr und Almoſenier Sr. Majeſtät des Kaiſers der Franzoſen, treibt keine Ge⸗ ſchäfte— doch ich ſehe, Sie warten auf eine nähere Er⸗ klärung, und will daher ohne Umſchweife dazu übergehen. Der Herr Marquis gehört zu einem alten Adelsgeſchlechte Frankreichs und war genöthigt, während der Revolution mit ſeiner Familie zu emigriren. Die Wiederherſtellung der Ordnung und die Gerechtigkeit Sr. Majeſtät des Kai⸗ ſers haben ihn nach Frankreich zurückgeführt und ihn, ſo⸗ weit dies möglich war, wieder in den Beſitz ſeiner umfang⸗ reichen Güter geſetzt. Außerdem hat Se. Majeſtät die Gnade gehabt, ihn zum Kammerherrn und Almoſenier zu


