Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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an ſie, die in irgend einer Beziehung zu ihm ſtand, aber man ſprach von ihm in ganz unbefangener Weiſe, verfolgte ſeine Reiſe, freute ſich auf den nun gewiß bald ankommen⸗ den Brief kurz, man wandte die richtigen Mittel an, um ſie wieder mit ihrem jetzigen Zuſtande zu verſöhnen, indem man die Vergangenheit durch die Erinnerung und die Zukunft durch die Hoffnung mit der Gegenwart vereinte.

Laß ſie ruhig gewähren, ſagte Wehring zu ſeiner Frau, welche ſie gern in anderer Weiſe getröſtet hätte, und ſprich von ihm nur ſo, wie wir immer von ihm ge⸗ ſprochen haben, und als ob wir es gar nicht bemerkten, daß ſie ihn liebt. Sie weiß es ſelbſt nicht und würde er⸗ ſchrecken, wenn man es ihr ſagte. Die Zeit wird's bringen. Liebt er ſie auch, iſt ihre beiderſeitige Neigung eine wahre und nicht eine bloße Gefühlsſpielerei ſo wird er wiederkommen und wenn er wiederkommt nun, dann habe ich nichts dagegen warum ſollte ſie nicht ſeine Frau werden ich wüßte keinen Hinderungs⸗ grund, denn er iſt ein ehrenwerther Mann und wird ſie glücklich machen wenn er ſie liebt.

Aber wenn er nun nicht wiederkommt?

Dann iſt es gut, daß er gegangen iſt, und ſie wird ihn vergeſſen.

Glaubſt Du? fragte ſie zweifelnd. Margot gehört nicht zu dieſen leichtfertigen Mädchen, welche... 14*