ſprechen, er ſah ihre ausgebreiteten Arme— ach, er ſah
und hörte ſo Vieles, was ihm ſeine geſchäftige Phantaſie—
dieſe luftige Brücke, auf welcher die Götter zu den ſterbli⸗ chen Menſchen herniederſteigen— mit glänzenden Farben ausmalte!
Die blauen Berge des Harzes begannen am Hori⸗ zonte emporzuſteigen, der Raum in dem langſam dahinrol⸗ lenden Poſtwagen wurde ihm zu eng, und nur die Erwä⸗ gung, daß er in ſchnellerer Weiſe nicht fortkommen könne, hielt ihn darin feſt. Endlich war die Station erreicht, von welcher er die wenigen Meilen nach der Fichtenau zu Fuße gehen mußte, wenn er nicht einen zeitraubenden Umweg machen wollte. Wie glücklich war er, als er hier vom Wa⸗ gen ſprang, ſeinen Koffer einem Boten übergab mit der Weiſung, ihn nach der Fichtenau zu bringen, und dann ei⸗ ligen Schrittes die lezten Berge emporſtieg, welche ihn noch von dem Thale trennten!
Endlich leuchteten die bekannten Berglinien vor ihm auf; jene Linien, die ſich jetzt, ſo wie in ſeinem, auch in ih⸗ rem Auge abſpiegelten— endlich ſtand er faſt athemlos auf derſelben Stelle, von welcher er zum letzten Male in das Thal beim Abſchiede hinabgeblickt hatte. Wie traurig, wie voll Schmerz war damals ſeine Seele geweſen und jetzt— wie freudig, wie ungeduldig ſchlug ſein Herz! Dennoch mußte er hier eine Zeit lang verweilen, er mußte ſich ſammeln, denn es ergriff ihn plötzlich eine ihm uner⸗
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