ſen. Er ſelbſt war ungewöhnlich aufgeregt und bewegt. Es wäre ihm eine große Erleichterung geweſen, offen und rückhaltlos mit ſeiner Mutter zu ſprechen, denn immer, wenn das Gefühlsleben bei dem Menſchen in den Vorder⸗ grund tritt und mit dem Verſtande ſich in Einklang zu bringen fucht, hat er das Bedürfniß nach Mittheilung. Sein eigenes Empfinden iſt ihm zu überwältigend; er hat das Verlangen, einen Theil davon auf einen Anderen zu übertragen, eben weil er es nicht allein zu bewältigen ver⸗ mag; auch um das ſeinige zu ſtützen und zu kräftigen. Wie oft hatte er, ſelbſt bei unbedeutenden Anläſſen, dieſe Stütze, dieſe Kräftigung in ſeiner Mutter gefunden, und dennoch ſchwieg er jetzt— er wußte ſelbſt nicht, weshalb!
Früh am Morgen des anderen Tages reiſ'te er ab, von den Segenswünſchen ſeiner Mutter begleitet— die Hoffnung war zur Erfüllung geworden— wenigſtens zur Erfüllung des Anfanges. Wir wollen ihn auf der langen und anſtrengenden Reiſe, auf den ſchlechten Poſtwagen, und eben ſo ſchlechten Wegen nicht begleiten— auf einer Reiſe, die, ſo ſehr er ſie auch beeilte, doch acht Tage dau⸗ erte, die meiſten Nächte mit eingerechnet. Aber die Schnel⸗ ligkeit der Ortsveränderung iſt immer ein relativer Be⸗ griff, und wenn wir jetzt auf den Flügeln des Dampfes dahinzuſchweben glauben, ſo entſpringt dieſe Vorſtellung dem Vergleiche der bisher möglichen Beförderungsweiſe; damals lag es außer der Möglichkeit, ſchneller zu reiſen,
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