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Dreizehntes Capitel.
Es ergreift uns ſtets ein Gefühl der Bangigkeit, wenn die Erfüllung eines lang gehegten Wunſches, eines oft überdachten und erwogenen Planes plötzlich in die nächſte Nähe gerückt wird. Wir befürchten dann mehr als je, es möge noch ein unvorhergeſehenes Hinderniß eintreten und unſere Hoffnung zu Schanden machen— dieſe Hoffnung, welche uns ſo lange in einſamen Stunden beglückt und die Erfüllung mit glänzenden und leuchtenden Farben ausge⸗ malt hat. So ging es auch Walther. Der Graf hatte, wenn auch mit ſichtbarem Widerwillen, den Urlaub bewil⸗ ligt, Hedwig dem ſich verabſchiedenden Inſpector mit ei⸗ nem eigenthümlichen Lächeln glückliche Reiſe gewünſcht, und ſeine Mutter, obgleich von dem plötzlichen Entſchluſſe ihres Sohnes überraſcht, geſchäftig alle Vorbereitungen, die zur Ausführung nöthig waren, beſorgt und ſeinen Kof⸗ fer gepackt— es war Alles fertig— morgen ſollte er rei⸗


