Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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geiz,— trugen ihre Reiter mit der Geſchwindigkeit des Windes dem Walde zu. Den Weg verlaſſend, ſetzte Hed⸗ wig über einen breiten Graben und ſchlug die kürzere Rich⸗ tung über die Haide ein, unbekümmert um die Hinderniſſe, welche ſich dem raſchen Laufe der Pferde entgegenſtellten. Er blieb dicht an ihrer Seite und war genöthigt, zuweilen den Zügel ſeines leidenſchaftlichen Thieres zu kürzen, da⸗ mit er ihr nicht einen Vorſprung abgewinne.

Da wären wir! rief Hedwig, als ſie den letzten tiefen n Graben, welcher die Haide vom Walde trennte, hinter ſich hatten— es war ein ſchöner, wunder⸗ voller Ritt!

Die Pferde haben ſich brav gehalten, erwiederte er ruhig, indem er den Hals des ſeinigen klopfte, und verdie⸗ nen die vollſte Anerkennung.

Dadurch unterſcheidet ſich ein edles Pferd von einem gewöhnlichen— es iſt bei den Thieren wie bei den Men⸗ ſchen; doch laſſen Sie uns jetzt langſam weiter reiten, wir haben nun den Wald und mit ihm etwas dürftigen Frühling.

Weshalb nennen Sie dieſen Frühling einen dürfti⸗ gen? fragte er.

Iſt er es vielleicht nicht? fragte ſie, indem ihre gro⸗ ßen, glänzenden Augen mit einem ihnen oft eigenen kalten Ausdrucke auf den Bäumen ruhten. Dieſe Tannen haben gar keinen Frühling, denn ſie gehören eigentlich dem Win⸗