Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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meine auch nur hinſichtlich des Verkauf's der Wolle, ver⸗ ſteht ſich von ſelbſt.

Hätten Sie noch etwas Anderes meinen können? fragte Hedwig, indem ſie ſich den Anſchein völliger Unbe⸗ fangenheit gab und den Baron erwartungsvoll anſah.

Durchaus nicht, durchaus nicht— ich weiß überhaupt nicht, wie Sie zu dieſer Frage kommen, gnädigſte Gräfin, erwiederte er gleichfalls mit der Miene unbefangener Treu⸗ herzigkeit; ich hatte die Abſicht, dem Herrn Baron und auch dem Herrn Grafen vielleicht nützlich zu ſein, ſo weit dies mein guter Wille und meine Erfahrungen vermögen — ich hoffe, Sie werden das billigen. Sie wiſſen, ich lebe für meine Freunde!

Ich? erwiederte Hedwig gleichgültig, indem ſie eine große Ananas⸗Erdbeere mit ihren gleichfarbigen Lippen zerdrückte— ich? Ich habe weder Ihre Handlungen zu billigen, noch zu mißbilligen, dazu fehlt mir jede Befugniß und auch jede Neigung.

Alter Tokayer Ausbruch! ſchnarrte ein Bedienter, während er auf einem ſilbernen Teller in kleinen, geſchlif⸗ fenen Gläſern den benannten Wein dem Baron präſentirte.

Verſuchen Sie dieſen Wein einmal, beſter Baron, ſagte der Graf, er ſtammt noch von meinem ſeligen Vater, der ihn ſelbſt in Tokay gekauft hat; es iſt 1734er und nach Schleſien noch ohne Steuer gekommen, weil die öſter⸗

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