Teil eines Werkes 
5. Band (1866)
Entstehung
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Ach meine liebe Blancha, es iſt ja rein unmöglich; es ſind gegen ſechshundert Meilen, die er zu reiten hat, wenn er über Land kommt. Ueber Galveſton und Neu⸗ orleans kann man ſchon gar keine Rechnung machen, auf dieſem Wege hängt man ganz von dem zufälligen Abgehen der Dampfboote ab, antwortete Frau New⸗ berry beruhigend und fügte noch lächelnd hinzu:Die Liebe allerdings läßt ſolche Verzögerungen nicht gelten. Noch einige Tage, beſte Blancha, müſſen Sie Ihrem Herzchen Feſſeln anlegen.

Aber er kommt ja über Land, gute Newberrh. Wie können Sie denken, daß er ſich dem Zwang einer Reiſe zu Waſſer überlaſſen würde, ſolange er ein Pferd bekommen kann! Nein, nein, er kommt zu Land und hätte ſchon vorgeſtern hier ſein können, ſagte Blancha, fuhr aber im nächſten Augenblick mit dem halber⸗ ſtickten Ruf:Großer Gott, da iſt er! aus dem Stuhle auf, denn die Schelle an der Hausthür wurde gezogen.

Beſte Blancha! rief die Newberry und wollte ſie zurückhalten, doch fort ſauſte jene mit den Worten: Er iſt's, mein Albert, meine Seligkeit! aus dem gimmer und ſtürzte die Treppe hinab dem Geliebten entgegen, der mit ausgebreiteten Armen von unten zu ihr heranflog.

In ſtummer Wonne hielten ſie einander umſchlun⸗