Teil eines Werkes 
5. Band (1866)
Entstehung
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einer Woche wurde das Dampfboot erwartet, welches ſie nach Neuorleans tragen ſollte.

Die Abende verbrachte Blancha immer in Geſell⸗ ſchaft der treuen Newberry, und ſo ſaß ſie auch eines Abends bei ihr an dem Kaminfeuer, vor dem ſie ſo manche glückliche und auch ſo viele traurige Stunden verlebt hatte. Jetzt aber war Alles Freude und Hoff⸗ nung und jedes Wort von Blancha's Lippen athmete Seligkeit.

Da wurde die Schelle an der Hausthür ſtürmiſch gezogen. Madame Newberry wandte ihren Blick halb erſchrocken nach der Zimmerthür, als dieſe aufflog und die Mullatin Luch hereinſtürzte.

Tödte mich, Herrin! Tödte mich, die Verbrecherin! ſchrie das Mädchen in wilder Verzweiflung und warf ſich, ihr Haar zerraufend, vor Madame Newberry auf den Fußboden nieder, während dieſe ſowie Blancha entſetzt auf ſie hinſtierten wie auf einen Geiſt, der der Ewigkeit entſtiegen. Es war aber nur ein Augenblick der Erſtarrung, dann ſtürzte Blancha mit einem wilden Freudenſchrei auf die Mulattin zu und rief mit aufjauch⸗ zender Stimme:

Luch, Luch, großer Gott, biſt Du es wirklich? Biſt Du nicht todt, biſt nicht ermordet? O Allmächtiger,

Deine Gnade, Deine Barmherzigkeit! Armand, Saat und Ernte. V. 1