und als man aus dem Gefängniſſe herbeikam und nach der Urſache ſeines Rufs fragte, verkündete er mit ent— ſetzter Stimme, daß der Gefangene Harry Williams, deſſen Kappe auf der Brüſtung lag, ſich in den Fluß hinabgeſtürzt habe. An eine Rettung war nicht entfernt zu denken, darum ſchaute man nur einige Augenblicke in den Strom hinunter und ging dann mit dem Be⸗ merken:„Ihm iſt wohl!“ wieder ſeinen Geſchäften nach. Bald darauf ſchritten zwei Männer mit einer Trage, auf welcher ein von leichtem Holz roh zuſammengena— gelter Sarg ſtand, über die Zugbrücke und trugen Harry Williams in demſelben dem Kirchhofe zu, während der ihm vertraute Wärter ſelbſt mit Schaufei und Hacke ihm nachfolgte.
Die Schatten, welche die nahen Gebirge warfen, hatten ſich ſchon über den Fluß geſtreckt und hüllten be— reits die mächtigen Höhen an der öſtlichen Seite deſſelben bis zu ihren Spitzen hinauf, wo noch das letzte Licht des Tages ſich zu halten ſuchte, in ihren Purpur, als der Leichenzug den Friedhof erreichte und ſich zwiſchen den vielen alten und friſch aufgeworfenen Hügeln hin nach einer neugegrabenen Grube bewegte.
Dort ſetzten die Träger ihre Bürde nieder und machten Anſtalt, den Sarg der Erde zu übergeben. „Das Grab iſt zu tief gegraben. Werft wieder


