Teil eines Werkes 
4. Band (1866)
Entstehung
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zu beſchießen, noch acht Tage eingeſchloſſen, in welcher Zeit ihre Beſatzung ſämmtliche Lebensmittel verbraucht hatte. Am folgenden Morgen wehte die weiße Fahne über ihren Mauern, und bald darauf ſchritt eine Ge⸗ ſandtſchaft aus ihr hervor, um mit Santa-Anna über die Capitulation zu unterhandeln. Er bewilligte freien Abzug ohne Waffen und verlangte denſelben vor Ablauf einer Stunde. Als die Deputation den Belagerten dieſe Antwort überbrachte, ſprach Colonel Fannin gegen die Annahme der geſtellten Bedingung und rieth, ſich mit den Waffen in der Hand einen Weg durch die Feinde zu bahnen, da der Treuloſigkeit der Mexicannr kein Glauben zu ſchenken ſei; er wurde aber von der Be⸗ ſatzung überſtimmt, und ehe die geſtellte Friſt abgelaufen war, verließ dieſelbe die Feſtung und die Mexicaner zogen in dieſelbe ein. Ein gleiches Schickſal, wie es Kapitän Ward und ſeine Gefährten betroffen hatte, war auch Colonel Fannin und ſeinen Leuten beſchieden, denn kaum hatten die Mexicaner ihnen den Rückweg in die Veſte abgeſchnitten, als Santa⸗Anna ſeinen Dragonern den Befehl gab, ſie niederzuhauen. Erbarmungslos wurde das Urtheil vollſtreckt und ſämmtliche dreihundert Te⸗ xaner hauchten, ohne Waffen kämpfend, ihr Leben unter dem Mordſtahl von Santa⸗Anna's Henkern aus.

Wie Todesſchauer zogen die Nachrichten dieſer un⸗